Glasheizung einfach erklärt
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Glasheizungen und Spiegelheizungen erfreuen sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Sie verbinden modernes Design mit angenehmer Strahlungswärme und fügen sich harmonisch in nahezu jeden Wohnraum ein.
Dennoch hören wir immer wieder eine interessante Frage:
„Wenn Glas Infrarotstrahlung nicht einfach durchlässt – warum funktioniert dann eine Glas- oder Spiegelheizung überhaupt?“
Die Antwort liegt im physikalischen Aufbau einer hochwertigen Infrarotheizung.
Die Sonne sorgt oft für Verwirrung
Viele Menschen schließen aus ihrer Alltagserfahrung, dass Infrarotstrahlung Glas einfach durchdringt. Schließlich spürt man die Wärme der Sonne auch hinter einer Fensterscheibe. Tatsächlich lässt sich dieses Phänomen jedoch nicht direkt mit einer Infrarotheizung vergleichen. Die Sonne sendet ein sehr breites Strahlungsspektrum aus, während eine Infrarotheizung überwiegend im langwelligen Infrarotbereich arbeitet.
Das Geheimnis liegt im Aufbau
Eine hochwertige Glasheizung funktioniert nicht deshalb, weil die Infrarotstrahlung einfach durch das Glas dringt.
Vielmehr wird die Glasoberfläche selbst gleichmäßig erwärmt. Erst diese erwärmte Oberfläche gibt anschließend die angenehme Strahlungswärme an den Raum ab.
Genau deshalb ist der innere Aufbau einer Glasheizung entscheidend.
Das Heizelement muss seine Wärme möglichst effizient und gleichmäßig auf die Glasplatte übertragen. Nur dann entsteht eine große, gleichmäßig temperierte Strahlungsfläche.
Deshalb ist Qualität entscheidend
Deshalb ist der konstruktive Aufbau einer Glasheizung so wichtig. Befindet sich zwischen Heizelement und Glasoberfläche ein Luftspalt oder wird die Wärme nicht gleichmäßig übertragen, kann die Glasoberfläche ihre Aufgabe als Strahlungsfläche nicht optimal erfüllen. Die Folge ist, dass die Wärmeabgabe weniger effizient erfolgt und das volle Potenzial der Glasheizung nicht ausgeschöpft wird.
Von außen sehen sich viele Glasheizungen sehr ähnlich. Im Inneren können jedoch erhebliche Unterschiede bestehen. Bereits kleine konstruktive Details entscheiden darüber, wie gut die Wärme auf die Glasoberfläche übertragen wird.
Ein Versuch aus unserer Praxis
Vor vielen Jahren haben wir selbst einen interessanten Versuch durchgeführt. Wir wollten ein Aquarium durch die Glasscheibe mit einer Infrarotheizung erwärmen.
Das Ergebnis war eindeutig: Es funktionierte nicht.
Genau dieser Praxistest hat uns einmal mehr bestätigt, dass eine hochwertige Glasheizung nicht deshalb funktioniert, weil die Infrarotstrahlung einfach durch das Glas geht. Entscheidend ist die Erwärmung der Glasoberfläche, die anschließend selbst als Strahlungsfläche wirkt.
Fazit
Deshalb sollte man eine Glas- oder Spiegelheizung nie nur nach ihrem Design beurteilen. Entscheidend ist, was sich hinter der Glasoberfläche befindet. Denn die Qualität des inneren Aufbaus entscheidet letztlich darüber, wie effizient und gleichmäßig die Heizung ihre angenehme Strahlungswärme an den Raum abgibt.